Banner grau im Gericht mit Ulvi

Entschädigung

Prof. Kröber

 

 Schadensersatz von Prof. Kröber

 

 Ulvis neue Anwälte fordern Schadensersatz von Prof. Kröber.

“Der Sachverständige Kröber, dies zieht sich wie ein roter Faden durch das Verfahren gegen unseren Mandanten, hat mit der Erstattung eines psychiatrischen und aussagepsychologischen Gutachtens die Verurteilung unseres Mandanten und zugleich die weiteren Verurteilungen, insbesondere hinsichtlich des sexuellen Missbrauchs an P.K. quasi zementiert.

„Zusammenfassend sprechen die zu prüfenden aussagepsychologischen „Gesichtspunkte“ im Fall von Herrn K. gegen die Nullhypothese, dass das in seinen Geständnissen dargestellte Geschehen unwahr, z.B. von ihm erfunden ist oder ihm suggeriert wurde und mithin für die Annahme, dass diese Angaben in tatsächlichem Erleben begründet sind.“

Das von dem Sachverständigen vorgelegte schriftliche Gutachten und dessen Angaben in der mündlichen Hauptverhandlung, soweit in den schriftlichen Urteilsgründen ausgeführt, genügen nicht den Mindestanforderungen, die an eine solche Begutachtung zu stellen sind”.

Die vom BGH geforderte Tonband-oder Videodokumentation ist bei drei der vier Explorationen nicht erfolgt. Damit entzieht sich das Gutachten hinsichtlich der Explorationen vom 22.08.,23.08. und 10.09.2002 jedweder Überprüfung. Zeitangaben zu den Explorationen sind ebenso wenig ersichtlich.

Hierzu hat der BGH BGH StR 618/98 - Urteil vom 30.Juli 1999 ausgeführt:

 “Entsprechende Maßstäbe gelten für die Mitschriften und die - mit dem Einverständnis des Untersuchten – im Interesse einer besseren Dokumentation in der Regel zu erstellenden Audio-und ggf. Videoaufnahmen (kritisch Arntzen aaO S. 141) der Exploration zur Sache, die zur Vermeidung von Erinnerungsverfälschungen bei der Analyse und Bewertung der Bekundungen anzufertigen sind, weil jedenfalls die Durchführung der Aussageanalyse bei komplexen Sachverhalten ohne verwendbare Aufzeichnung des Ablaufs der Exploration als nicht möglich erscheint (Gutachten Prof. Dr. Steller; Eisenberg aaO Rdn. 1798; Greuel/Offe/Fabian/Wetzels/Fabian/Offe Stadler aaO S. 68, 251; Steller/Volbert aaO S. 27; Deckers aaO S. 1369 f.).“

 

.„Darüber hinaus ist stets zu beachten, dass die Realkennzeichen ungeeignet sind, zur Unterscheidung zwischen einer wahren und einer suggerierten Aussage beizutragen. Denn bei Suggestion verursachten Angaben bestehen die bereits dargelegten Gründe nicht, die eine unterschiedliche Qualität zwischen wahren und bewusst unwahren Aussagen verursachen können, da die aussagende Person sich weder als besonders glaubwürdig darstellen noch sich auf von ihr erdachte Umstände konzentrieren müsse. Beispielsweise wird ein Kind seine Angaben, die objektiv nicht zutreffen, weil es sie unbewusst auf die Erwartungen des vernehmenden Erwachsenen ausgerichtet hat, subjektiv für wahr halten. Dementsprechend gibt es keine empirischen Belege dafür, dass sich erlebnisbasierte und suggerierte Aussagen in ihrer Qualität unterscheiden.“

Insofern besteht hier nicht der mindeste Zweifel, dass im Rahmen eines Schmerzensgeld – Haftungsverfahrens der Sachverständige verurteilt werden wird.

Eine Schadensersatz – und Schmerzensgeldforderung in Höhe von mindestens 600.000 € ist hier angemessen.

 

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